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Cover-Bild: #5 Kreativität oder Kopie? Wenn die KI zur Muse wird!
Episode 5

#5 Kreativität oder Kopie? Wenn die KI zur Muse wird!

37 Min25. November 2025
#5 Kreativität oder Kopie? Wenn die KI zur Muse wird! — Folge 5
00:00 / 37:16

Über diese Episode

Darf die KI malen, komponieren und filmen? Oder ist das nur die teuerste Kopie der Welt? 🤯In dieser Folge von "Zukunft ist relativ" stürzen sich Tobias und Patrick in die hitzige Debatte um Künstliche Intelligenz in der Kunst. Wir reden über die Revolution der Kreativbranche – und die drohende Urheberrechtsklage.Der neue Picasso: Wir beleuchten, wie KI-Bildgeneratoren die Fotografie und Malerei verändern. Ist das Werkzeug oder ist es der Künstler?Filme und Musik: Wie real sind Deepfake-Videos von Hollywood-Stars und kann die KI den nächsten Charthit komponieren?Kritik & Konflikt: Wir diskutieren, wer die Urheberrechte an einem KI-generierten Werk hält und wie dieser "Slop" (der generierte Schrott) unsere Kulturlandschaft auf Dauer beeinflusst.** Reinhören und mitdiskutieren:** Ist die Ära der menschlichen Kreativität vorbei, oder wird die KI nur der ultimative Assistent?Themen-Highlights: KI-Kunst, Bildergeneratoren (Midjourney, Stable Diffusion), Deepfakes, Musik-KI, Urheberrecht, Kreativwirtschaft, Copy-Paste-Kultur.

Weiterführende Links

Transkript

Hallo, willkommen zurück bei Zukunft ist relativ. Heute mit Folge 5, Kreativität oder Kopie, wenn die KI zur Muse wird. Mein Name ist Patrick und ich bin der Tobias. Hi, schön, dass ihr wieder dabei seid. Wir haben ja das Thema mal kurz eben angeteasert. Ich möchte dazu mal anfangen mit dem kleinen Zitat und zwar Jedes Kunstwerk ist eigentlich eine Skizze, die erst durch unsere Fantasie vollendet werden. Meine Frage an dich, wie siehst du KI in Bezug auf Kunst? Was siehst du da? Gibt es Werkzeuge, Tools? Wie funktioniert das Ganze? KI als Bildhauer, als Maler, als Kreativität, als Muse. Die Tools haben sich in den letzten Jahren sehr stark entwickelt in dem Bereich. Wir hatten es schon mal in der vorherigen Folge über Videogenerierung, über Videos von Yetis, die im Wald kochen und grillen. Aber auch darüber hinaus machen KI aktuell am Markt sehr viel. Jeder Hersteller von einem damaligen Bildbearbeitungsprogramm macht jetzt auch KI-generierte Bilder. Und zwar in einer Qualität, dass man es nicht mehr unterscheiden kann, ob das jemand von Hand gemacht hat oder ob das eine künstliche Gegens war.” Also das muss ich jetzt auch mal wirklich reinspringen. Von dem Moment, wo Check GPT vorgestellt wurde und ich sag mal ein bisschen leichte KI-generierte Bilder vorkamen, bis heute Zora, wo dann komplette Videos erstellt werden mit KI, in so einer kurzen Geschwindigkeit, technologischer Fortschritt, das ist schon der Hammer. Definitiv. Also wir sind jetzt auch dabei, dass es relativ schnell geht. Also du kannst jetzt in den Tools mit einem einfachen Prompt, du beschreibst ein Bild, was du gerne sehen möchtest, und auch den Artstyle, wie das Bild aussehen soll, kannst du innerhalb von Sekunden neue Bilder, Fotos, Urlaubsbilder generieren lassen, Eindrücke, oder auch visuelle Statements einfach, die etwas repräsentieren sollen, wie du dich fühlst heute oder Avatare, die aus deinen Fotos generiert wurden. Da ist wirklich alles die Masse, also es ist wirklich eine ganz breite Möglichkeit, die man da hat. Ich habe das bei dir schon gesehen, du hast ja so ein Urlaubsbild dann genommen, wo dann hinten dran die Superstars waren, wie Batman und Flash und Hulk und wie auch immer. Wirklich tolle Idee. Was hast du da schon für Tools benutzt?” Was kannst du empfehlen? Oder was war für dich so der beste Outcome? Ja, wir haben aktuell ein sehr gutes Modell von Google. Das ist NanoBanana und das macht zum Beispiel davon ist das Bild, wo ich am Strand bin mit den Avengers. Das ist super lustig. Das ist ein Prompt. Das könnt ihr auch selber mal ausprobieren. Einfach mal auf Gemini gehen, ein Urlaubsbild von euch am Strand hochladen und dann so reinschreiben, ich hätte gern ein Selfie mit den Avengers. Und dann erzeugt er ein Bild mit euch, mit den Kleidungen, die ihr anhabt, mit der Frisur, mit der Sonnenbrille. Ihr habt das Handy in der Hand, als ob ihr ein Selfie von euch macht und hinter euch stehen die Avengers. Das ist ein super verblüffendes Ergebnis. Es sieht richtig realistisch aus, die Beleuchtung sieht realistisch aus, er nimmt die Farbe vom Wasser und alles. Das Ergebnis ist Wahnsinn.” Also was der Tobias noch angesprochen hat, weil viele vielleicht auch mal zuhören und wissen nicht immer, von was wir sprechen, das Gemina ist das Last-Language-Model oder in dem Fall die KI-Methode von Google. Ja, sehr spannend. Ich habe da auch so, ich sag mal, künstlerische Fragen. Was ich toll finde dabei ist, dass die KI quasi die Demokratisierung von Kreativität ja auch vornimmt. Das heißt, jeder kann Kunst jetzt erzeugen, der vielleicht irgendwie seine kreative Arter ausleben kann. Und das ist schon faszinierend, weil dadurch sind ja irgendwie der Fantasie auch keine Grenzen mehr gesetzt. Wenn ich jetzt Maler bin, habe ich ja auch ein Bild immer vor Kopf, was ich dann vielleicht malen möchte. Jetzt bin ich vielleicht aber gar nicht so talentiert im Malen. Heute kann ich der KI sagen, macht es bitte so und so. Hast du das schon mal so kreativ eingesetzt? Oder auch, ich weiß nicht, für eine PowerPoint-Präsentation oder sowas in der Art?” Natürlich gerade im Berufsumfeld ist es mittlerweile, glaube ich, sehr weit verbreitet, dass man, um seine Folien zu visualisieren, um dem Ausdruck zu verleihen, einfach sich ein Bild generieren lässt, was das repräsentiert. Das ist eine sehr, sehr einfache Möglichkeit, um auch seine PowerPoints ein bisschen oder seine Slides ein bisschen aufzupolieren oder aufzuwerten. Aber auch darüber hinaus kann man damit sehr viele schöne Sachen machen. Auch gerade so Geburtstagsgrüße kann man sich generieren lassen. Gutscheine, die individuell aussehen. Collagen von Fotos kann man generieren lassen. Oder wenn man zum Beispiel Kinder hat oder nicht nur Neffen, dann kann man dafür Gutscheine generieren lassen. Mit dem Bild von dem Kind drauf, was dann irgendwie in so einer Sportart draufsteht. Und sagen, das ist jetzt ein Gutschein für ein Fußballspiel zum Beispiel. Und das kommt immer gut an.” Ja, das kommt verdammt gut an, weil es ist ja auch noch personalisiert. Es ist ja wirklich angepasst an die Person selber. Da hast du dich ja vorher stundenlang vorher oder Tage damit beschäftigen müssen, wenn du gerade so ein Bild malen willst. Oder gerade so einen selbstgebastelten Gutschein. Nehmen wir mal die Eintrittskarte vom Fußballspiel. Heute kannst du das mit KI generieren. Nimm das Logo, schreib dir noch den Namen rein von der gewünschten Person. Das Alter, das Geburtstagsgeschenk oder sowas. Und du hast in Sekunden generiert das passende Bild, so wie du es vorgestellt hast. Vorher hättest du das alles zeichnen, basteln oder wie auch immer müssen. Die Ausarbeiten, das Material besorgen, das geht ja heute in einer Geschwindigkeit hoch 10. Ich weiß nicht, mit was man es messen will, aber die Vorbereitungszeit ist dann, ich schmeiße den Rechner an, ich setze mich an einen Web-Broser, suche mir ein KI-Modell oder Sprachnullengewitsch-Modell raus, was kreativ künstlich ist.” Von Midjourney bis, du hast eben, Gemini erwähnt. Die sind auch ganz gut in der Bildgenerierung und in einer Sekundenschnelle das fertige Bild eingefügt. Das ist wirklich klasse. Ja, da müssen wir aber heute wieder kritisch rangehen und sagen, ist das dann genauso viel wert? Ist dann so ein Geschenk, wenn man das mit KI generieren lässt oder auch so ein Gutschein, ist das überhaupt noch hochwertig oder wie du sagst, individuell? Wir bringen uns ja nicht selbst ein. Du bringst ein paar Gedanken dazu rein, eine Idee, wie du das visualisieren möchtest, aber du setzt dich jetzt nicht mehr hin und sagst, ich nehme jetzt mal wirklich Nachmittag Zeit und mache das. Ich gestalte das, ich denke mir aus, wie sind die Formen, wie platziere ich den Text, wo soll die Reise hingehen? Das ist ja so ein bisschen eine individuelle Geschichte auch.” Also ich drücke mich ja darüber auch aus. Aber wie du sagst, wenn man die Kreativität nicht hat, oder man hat die Kreativität, aber leider nicht die... Skills. Ja, die Skills, die fehlen halt einem. Man hat einfach nicht die Möglichkeit, das umzusetzen. Dann ist es natürlich eine sehr schöne Möglichkeit, auch für jeden daran teilzunehmen und solche individuellen Geschenke anzufertigen. Aber eigentlich hat man ja nicht viel gemacht dafür. Kann man differenziert sehen. Ich gebe dir Recht. Wenn du net die Skills hast, kannst du das damit einfach machen.” Also wenn dir die Fähigkeit dazu quasi fehlt, das so zu visualisieren oder darzustellen, muss ich auch sagen, finde ich dann auch schade, wenn das Malen und das Künstlerische so verloren geht. Weil, nur wenn du auch dich dafür interessierst und das auch praktizierst und übst und wie auch immer, wirst du ja darin auch besser durch die Häufigkeit der Übung. Also du kannst ja nicht schlechter werden, wenn du was zehnmal hintereinander probierst, wirst du ja schon irgendwie gleich eine Erfolge haben. Aber genauso kannst du das ja auch anders sehen. Du machst das zwar jetzt nicht mehr selbst, indem du es selber zeichnest, aber du kannst es ja, wenn du es promptest, also wenn du den Text formulierst und die KI so bedienst, bist du halt dann eine neue Art von Künstler oder...” Na klar, das dauert ja auch seine Zeit. Also wir sind ja nicht mit dem ersten Prompt, vielleicht mit dem Bild, mit dem Ergebnis zufrieden und verfeinern das Ganze nochmal, packen dann nochmal was dazu, verändern vielleicht den Stil ein bisschen und haben dadurch natürlich auch einen Prozess, einen Entstehungsprozess. Also es ist nicht nur ein Quickshot, also einmal reinschreiben, abschicken, oh ja, Bild generiert, das nehme ich. Sondern man arbeitet mit der KI zusammen, an dem Bild, was an dem Ergebnis... Das ist halt ein neuer Skill. Ich sage nur natürlich, wenn du dann halt Maler bist und ich sage bisher hast du das quasi veröffentlicht in der Kunstausstellung und hast damit dein Geld verdient, wird es durch KI-generierte Bilder natürlich dann, ich sage mal, ein bisschen mehr Massenware. Das ist die Massenware. Da frage ich mich halt noch, wo findet der Abstand dazu noch statt zum richtigen Künstler oder zum erzeugten Künstler? Hält sich dann so eine Kunstgalerie noch oder ist es dann eher, okay, das ist eh generiert, das hat ja denselben Wert. Ich möchte mal ein anderes Beispiel. Ich glaube, das ist dann schon so, dass wir immer noch wahrscheinlich die Kunst, die von einem Menschen geschaffen wurde, immer noch mehr honorieren werden als das, was von der KI generiert wurde. Also gerade wenn ich jetzt ein Kunstliebhaber bin und ich gehe in Kunstgalerien und schaue mir von Künstlern ausgestellte Werke an, dann denke ich mal, nämlich lasse ich mir das nicht nehmen. Und also ich gehe dann wahrscheinlich nicht hin, wenn das nur KI generierte Bilder sind. Außer es ist auch wieder eine Installation von einem Künstler, der natürlich ganz bewusst KI einsetzt, um neue Kunst zu generieren. Da denke ich auch an so Sachen wie früher, ich weiß nicht, kennst du noch den Winamp-Player mit den Visualisierungen der Musik, wenn zur Musik dann verschiedene Sachen generiert wurden, also so Videos und Grafiken auf dem Bildschirm. Ja, ich habe mich dunkel dran erinnert. Ja, das war vor 20 Jahren, ich weiß. Aber da wurde ja aus einer Musik eine andere Kunst gemacht, indem die interpretiert wurde durch Bilder. Und wenn jemand jetzt sagt, dass man damit eine neue Kunst generiert, mit den Tools, mit den Möglichkeiten, die man jetzt hat, dann kann man wieder sagen, okay, das ist dann wieder künstlerisch, weil jemand es benutzt in einer Art und Weise, um sich selbst nochmal damit auszudrücken. Ich sag, das ist halt auch ein Fortschreiten von der Technik in dem Fall, weil ich möchte dazu mal ein anderes Beispiel sagen. Zu meinen Großelterns Zeiten oder zu meinen Vaters Zeiten waren die Briefmarkensammlungen total toll und wertvoll und die musstest du sammeln, ja. Und die haben an Wert gewonnen, während wir heute in unserer Generation, Briefmarkensammlung, sorry, interessiert mich gar nicht oder bin ich gar nicht bereit, für Geld auszugeben, das ist so total verloren gegangen oder auch Oldtimer-Autos, war früher total hoch in Kurs, was weiß ich, 1912 gebautes Auto, ist zwar heute noch ein historischer Wert, aber es gibt weder die Mechaniker “noch heute, die es so richtig reparieren können und ich kenne jetzt auch niemand aus, ich sag mal, unserer Generation oder auch der Nächsten, die dann sagen, oh, ich habe total Bock auf so ein altes Auto. Klar gibt es da vielleicht ein, zwei in der Faszination, aber dieser Wert ist ja quasi immer oder das Bild oder das Kunstwerk ist ja immer nur so viel Wert, wie du bereit bist, dafür zu bezahlen. Wenn aber niemand mehr dafür da ist, den Wert dafür zu honorieren oder zu bezahlen, geht das natürlich auch verloren. Und deswegen ist es ja auch so eine Art Fortschritt, wenn du jetzt AI-Künstler werden kannst, indem du gut bist im Prompting, indem du gut bist, die verschiedenen Werkzeugen, Tools zu benutzen, entsteht halt, ich sag mal, ein neuer Markt, ja. Und das ist eine andere Form von Illustratorin, wie wir es bisher kennen, dass du quasi das immer handgezeichnet hast. Das geht ja heute, hast du viel schnelleren Output, viel mehr Fantasy, viel mehr Umsetzmöglichkeiten, was ja dann auch ein neues Geschäftsfeld quasi ist. Ja klar, man sieht es auch im Film und Fernsehen, in den Special-Effics. Da wird ja auch sehr viel 3D-Grafik eingesetzt. Wenn man sich jetzt mal so einen Marvel-Film anguckt oder Avatar, die komplett aus dem Computer kommen, da unterstützen natürlich KI-generierte Systeme Menschen dabei, diese Bildgewalt darzustellen oder zuerst erstellen. Und das würde man sonst gar nicht schaffen, wenn man das alles selbst modellieren müsste, selbst beleuchten müsste, sondern so hat man natürlich KI-Systeme hintendran, die das dann für einen Urwald machen, die einen Urwald erstellen. Wer geht denn hin und designt einen Urwald? Jeder Baum wird handgesetzt. Ein Riesenaufwand, das wäre ja unbezahlbar. Ja, aber so kommt natürlich wieder diese Slop-Kultur, das heißt, die Quantität statt die Qualität, weil KI ja auch leider ein bisschen fantasiert oder auch Dinge dazu erzeugt oder verschwinden lässt in irgendeiner Form, dass es nicht so ganz realistisch ist. Das ist halt der Gegenpol oder das, was aktuell vielleicht noch so ist, dass du halt bei KI-generierten Videos oder Bilder natürlich auch siehst. Da ist irgendwo ein Fehler oder das kann nicht echt sein. Also man braucht auch immer, das haben wir jetzt auch schon die fünf Folgen immer gesagt, man braucht auch immer einen gewissen gesunden Menschenverstand und auch einen gewissen Zweifel oder Abstand, gerade auch im Bereich auf Deepfakes, weil so natürlich alles generiert werden kann, vom falschen Urwald mit dem, der Wal, der sich durch den Urwald schwingt. Wenn ich jetzt neu bin und erzähle einem Kind, ihr habt ja schon gesehen, im Urwald schwingt sich der neue Wal durch, dann muss man halt schon auch wissen, okay der Wal lebt eigentlich nur im Wasser, der kann nicht im Urwald sein. Deswegen, man braucht immer den gesunden Menschenverstand auch nochmal, wenn man sich das anschaut und auch nochmal hinterfragen, kann das jetzt wirklich stimmen oder nicht. Da kommt ja immer auch, die Deepfakes, ist dann immer das Gespräch, ist das manipuliert oder nicht manipuliert. Das sollte man dann auch schon mal gegenkritisch sehen. Man erkennt ja die alten Modelle, also sie werden jetzt immer besser, aber man erkennt das ja, dass sie zum Beispiel keine Hände richtig darstellen konnten. Sie haben gar kein Gefühl dafür gehabt, wie viel Finger hat ein Mensch. Oder da gibt es so tolle Bilder mit so Familien, wo auf einmal halt die Eltern dann so acht Arme haben, weil auf den Kindern liegen halt so ein paar Hände. Das sieht dann halt ganz, also alles in dem Bild sieht perfekt aus. Aber wenn man sich die Details anguckt, sieht man immer, in den letzten Jahren jedenfalls, da sah man immer kleinere Fehler. Und das ist halt, daran erkennt man das dann. Aber es gibt auch Studien, die man durchgeführt hat mit Studenten damals an der Hochschule, die unterscheiden sollten, ob das Video jetzt hat KI-generiert ist oder ob das echt ist. Und dann hat man zum Beispiel Videos genommen, die aussehen wie ein Instagram-Reel. Das heißt, jemand hat sich gefilmt, wie er gerade sich einen Kaffee bestellt und dann den Kaffee auf den Tisch stellt und dann schwenkt die Kamera und man sieht die schöne Aussicht über die Insel oder das Meer. Und dann haben die Leute gesagt, ja das ist natürlich, das ist absolut real und dann kam meistens die Auflösung, ne, das ist von KI generiert. Und woher kommt das, dass da so ein gutes Ergebnis ist? Das liegt erstmal daran, dass solche Instagram-Videos natürlich nicht von professionellen Filmern gemacht ist, sondern von Laien. Das heißt, da ist immer ein Kamera-backeln drin, da ist der Bild-Ausschnitt nicht perfekt. Und auch da merkt man halt dann diese Unperfektheit in der KI, also sie ist gerade nicht perfekt, aber da fällt es gar nicht auf an der Stelle. Sondern da lassen wir uns leicht überzeugen davon, dass das von einem Mensch gemacht ist, weil natürlich Fehler drin sind. Dass da irgendwie der falsche Winkel gewählt ist oder das Bild gar nicht richtig passt. Und wir lassen uns da richtig täuschen von den Sachen. Und so haben die halt die meisten Sachen, wo sie gesagt haben, dass es KI generiert, also vielleicht sieben von zehn war das, glaube ich, und das haben sie gedacht, das ist von Menschen, aber es war halt KI generiert. Jetzt sind schon quasi die Fehler extra so eingebaut, dass es schon echt drüber kommt. Ja, weil das Quellmaterial ist halt schon so verwackelt, Fehler überbelichtet. Man müsste sich halt immer vor Augen halten, die Sachen sind trainiert worden mit den Daten, die wir zum Beispiel auf Social Media sehen. Weil das ist umsonst verfügbar. Also jeder, der so ein Modell trainiert, der lässt die alle Filme der Welt gucken, der lässt die alle YouTube-Videos gucken, der lässt die alle Instagram und TikToks gucken. Und daraus wird dann ein Modell, was vorhersagt, was jetzt wieder kommt. Weil wir reden hier immer noch von Heuristik. Dass man immer diese Modelle versuchen, immer rauszufinden, was ist das nächste, was dazu passt. Oder was ist auch die passende Umgebung dazu? Oder wie passt das im Kontext natürlich? Ganz klar. Aber ich sage, der Kreativität, wie vorhin an dem Beispiel der Wahl schwingt sich von kein Affe mehr zu Baum zu Baum, sondern den Wahl, es sind dadurch natürlich auch keine Grenzen gesetzt. Es entstehen so auch ganz neue Fantasiebilder oder Urheber von Fantasie. Aber das Ganze betrifft ja nicht nur Bilder, sondern es gibt ja jetzt auch den neuesten Hype, sage ich jetzt einfach mal, mit Musik. Also aller Rit kommt ja irgendwie ein neuer KI-Song raus. Sportive hat ja echt Probleme gerade. Die werden echt geflutet mit KI-Songs. Wie ist das zum Beispiel dann mit GEMA-Gebühren? Weil im Prinzip sowas ist ja total maschinell erstellt. Und wir kennen ja, ich sag mal, von der Haftungsfrage her, nur, ich sag mal, Personenkreise, natürliche Personen oder juristische Personen. Und die Band, die dann aufspielt, ist ja dann von mir aus wie eine kleine Firma oder kriegt dann halt eine Gage, ja? Und kann das so vermarkten und jemand kriegt die Gage oder die Einnahmen dazu. Jetzt ist es das Prompting, ist es der Urheber. Wer kriegt jetzt quasi den Zufluss des Geldes? Wer ist dafür vielleicht haftbar, wenn es grenzwertig ist oder auch ein gewisses Maß überschreitet? Das finde ich da das Spannende, weil die Frage ist auch z.B. miteinander geklärt. Was ist mit Haftungsfragen, wenn sowas passiert? Falsche Songs, falsche Bilder erzeugen, falsche Rückschlüsse. Da müsste man ja fast wie in einem Personenstand noch mal kreieren, was normal KI-Deutung heißt. Oder man müsste ja was dann einfügen, was quasi KI geprüft ist. Ist es jetzt KI gekennzeichnet oder nicht? Aber zurück zu den Liedern zu kommen, wer kriegt denn die Einnahmen? Die KI, weil die KI das so gut gemacht hat oder der Künstler, der es gebromtet hat? Oder ist es halt, es ist jetzt halt einfach da und ist es für umsonst oder? Wenn du mich fragst, ist es eigentlich, sollte es schon so sein. Also wir haben jetzt Wasserzeichen mittlerweile in den Bildern und Videos und auch in der Musik. Also in der Musik, in den Ton ist es noch nicht so einfach, ein Wasserzeichen rein zu machen, digitales. Aber gerade in Bildern und Videos ist es drin. Auch in Texten werden Wasserzeichen gesetzt. Aber natürlich, eigentlich hast du ja auch hier wieder, wenn du über Musik redest, ein Modell, was halt trainiert wurde mit Musik. Jetzt kannst du eine Musik erstellen, die sich ähnlich anhört wie Künstler XY. Und eigentlich müsste du in dem Moment sagen, also wenn ich jetzt eine Art von diesem Genre nehme, dann müsste dir das Modell in den Song reinpacken, von welchen Künstlern dieser Song beeinflusst wurde. Das wäre eigentlich fair, weil dann könnte man danach nachverfolgen, welche Songs haben dazu geführt, dass jetzt hat die KI diesen Song generiert. Und dann könnte man diese Leute wieder rum bezahlen damit. Ja, aber das wäre ja nur möglich, wenn ich jetzt quasi die richtige Songtitel angebe. Wenn ich aber sage, mach mir eine Mischung zwischen Jazz und Techno und generiere mir zu einem hitparaten Lied, dann habe ich das ja, auf welchen Song will die KI darauf zurückgreifen oder dann sagen, gut, ich habe mich auf dieses Lied bezogen und dadurch sind dann die Gebühren darüber zu bezahlen. Da gehen wir aber eher in die Richtung, wie man es heutzutage bei der Musik hat, mit Samples. Dass du Teile von Liedern wiederverwendest in deinen Liedern und du dem Urheber, der damals den Ursprung von dem Song gemacht hat, den du jetzt wieder verwendest, dass du dem halt was bezahlst. Also dann würden wir dahin kommen, dass du sagen würdest, ey, das sind die Drums aus dem Song von Timbaland oder so was mit Justin Timberlake oder so was. Diese Art von Drums hat er jetzt genommen. Und dann hat er die Stimme genommen von Sia oder so was. Und dann packt er das alles zusammen und macht ja einen Pop-Song. Aber trotzdem hat er ja irgendwoher gelernt, so einen Pop-Song zu machen. Und vielleicht könnte man das so aufschlüsseln. Das wäre nur so eine Idee. Dann so ein System zu bauen, dass man die Leute dann trotzdem wieder... Weil natürlich ursprünglich hat es dann derjenige, das Geld verdient, der der Künstler, der den Prompt geschrieben hat. Er ist ja in dem Sinne jetzt auch wieder ein Künstler, aber ein KI-Künstler. So die neue Form. Er ist mit der Technik gegangen. Er macht jetzt mit KI. Ja, aber ich sehe auch zum Beispiel dann gerade mal die Werbe-Jingles oder Filmbranche oder Game-Branche, die dann natürlich genauso sagt, den Künstlern müssen wir da nicht bezahlen, wenn wir auf dein Modell eingehen, weil die sich dann natürlich genau Schlupflöcher suchen und sagen, das ist ja KI-generiert, das haben wir quasi selber gemacht, das haben wir selber gepromptet, dafür will ich ja nichts bezahlen. Und das ist ja auch wieder was, die Werbe-Branche wird ja genau das quasi umgehen, um den Künstlern quasi nichts mehr zu bezahlen. Und dann das so behaupten wird, das haben wir quasi generiert, oder das hat die Maschine generiert, dafür müssen wir nichts bezahlen. Bei der Werbung ist das natürlich nochmal was, würde ich mal sagen, noch mal was viel Krasseres. Die Werbung, die jetzt generiert wird, für dich vielleicht auch in Zukunft, direkt für dich, in der du direkt angesprochen wirst, in der direkt ein Song gemacht wird für die letzten drei Produkte, die du bei Amazon angeguckt hast, die du dann bei TikTok kriegst, du dann in Reel irgendjemand tanzt rum und besinkt die Artikel, die du gerade angeguckt hast. Aber in Zukunft wird es ja auch dann im Instagram keinen Werbeslogan mehr geben, zum Beispiel von einer Sparkasse oder einer Bank, die regional ist, die mich nicht direkt anspricht, sondern die wird mich direkt ansprechen und sagen, so ey, für dich Tobias haben wir das richtige Angebot, komm doch mal vorbei. Und das wird generiert werden, weil das on the fly funktioniert. Wir können in Sekunden schnelle Videos generieren, die eine 30 Sekunden länger haben und wir können dann auch alles einbauen, eine Ansage an den Kunden mit Name, mit seinen Interessen. Wenn du zum Beispiel eine Schauspielerin hast, die du gerne siehst, dann kann die dann die, die macht dann die Werbung für dich. Und zwar alle. Interessant, aber gleichzeitig, da bin ich ja echt schon ein gläsender Kunde. Wenn das so personalisiert auf mich zugeschnitten ist, springe ich dann natürlich gerne drauf an. Aber das macht mich natürlich zum Konsumenten oder Konsumopfer, wo ich dann noch viel differenzierter drauf schauen müsste. Ja, wir sind ja bei den ganzen Influencern auch an der Stelle, wo wir Menschen jetzt mehr vertrauen als Firmen oder Marken. Du schaust Influencern, die folgst du bei Instagram oder Facebook oder TikTok, du schaust dir die Sachen an und sagst, ja, das Produkt sieht gut aus. Und wenn sie sagt, dass es oder er sagt, dass es gut ist, dann würde ich es auch mal bestellen, natürlich mit dem Code. Und da wird es halt jetzt wirklich ein bisschen verrückt, wenn man drüber nachdenkt, dass diese ganzen Videos und diese ganzen Produkttests oder sowas dann vielleicht KI-generiert sind. Dass wir dann nur noch diese Personen sehen, weil wir denen vertrauen. Und weil der Algorithmus verstanden hat, dass wir denen vertrauen. Zum Schluss bin ich vielleicht noch selber Influencer und kriege die eigene Werbung mit meinen eigenen Videos eingeblendet. Das wäre dann total strange. Da gefällt mir die Idee quasi besser, dass Künstler, egal in welcher Form von Bildbearbeitung, Bilderzeugung, Illustratoren oder wie auch immer, lieber Hand in Hand mit der KI gehen und sich vielleicht eher davon inspirieren lassen und das zusammennehmen, im schöpferischen Austausch stehen. Ich mag das nicht so, dass es so eine Konkurrenz gibt, entweder oder. Es gibt entweder KI-generiert oder es ist ein schmaler Grad, das verstehe ich und ich bin auch kein Freund davon, wenn wir jetzt total KI-überflutete Videos, Content, Bilder dargestellt kriegen, weil dann verschwimmt wirklich die Realität. Das sollte in einem ausgewogenen Maß sein und man sollte schon noch unterscheiden können, ist das jetzt echt? Ist das Content, der mir auch einen Mehrwert bringt? Ja, ist das was, was, was mich voranbringt? Oder habe ich mir jetzt das hundertste Katzenbaby angeguckt, wie es vom Baum springt, KI generiert oder echt? Das mag zwar süß aussehen, aber es generiert so gesehen nicht den Mehrwert, sondern es nimmt mir quasi mehr meine Zeit. Also deswegen bin dafür, dass Künstler und AI oder Künstler und KI zusammen Hand in Hand was Schönes, Kreatives produzieren. Das finde ich okay, wenn es zur Massenware wird oder zur Überflutung, zur Reizüberflutung ist es halt wieder. Okay, dann lassen wir uns mal zurückgehen, nicht zu den Werbesachen, sondern vielleicht zu den Filmen oder auch Bildern und stell dir mal vor, was man spart auch oder was an Umweltschäden das oder was wir einsparen an CO2 einfach. Wenn wir jetzt nicht mehr für jedes Bild oder für jedes Video oder für jeden Film komplett an diese Orte in der Welt reisen müssen, sondern wir können die Hintergründe, wir können die Bilder, zum Beispiel wenn du jetzt ein Online-Händler bist und du machst Sommermode, dann möchtest du natürlich diese Mode in Sommerverhältnissen fotografieren. Aber meistens werden ja die ganzen Artikel, die man verkauft, viele Monate vorher eingekauft bei dem Hersteller. Du machst den Fotoshooting am Strand mit dem Model. Genau, ein Fotoshooting am Strand. Und wenn du jetzt hast, hier November, Ende November in Deutschland, draußen ist es was, nass und kalt. Wenn wir jetzt aber die Sommerkollektion für nächstes Jahr verkaufen wollen, dann müssen wir jetzt an den Strand fliegen, wo es einigermaßen warm ist. Wo fliegen wir jetzt hin? Wir fliegen mindestens sechs Stunden durch die Gegend, bis wir an einem Strand sind, der warm ist, wo hinten dran Wasser ist, wo auch das Model dann diesen Sommervibe versprüht. Oder wir fliegen nach Kalifornien oder so was. Wir fliegen einmal um die halbe Welt, um dann ein Bild zu machen. Das ist jetzt nicht mehr notwendig. Wir können jetzt Bilder machen im Sommer, mit dem Model, das hat irgendein T-Shirt an, irgendein Kleid an. Und dann kannst du mit Nana Banana zum Beispiel jetzt schon hingehen und kannst ihm sagen, zieh ihm mal dieses T-Shirt an. Und das ist jetzt das Produktbild, was du jetzt von deinem Hersteller bekommen hast. Und dann kriegt das Model dieses T-Shirt angezogen, dieses Kleid. Und somit hast du das gleiche, du hast das Bild, das hast du vorproduziert im Sommer. Da warst du dann, was weiß ich, vielleicht in Frankreich. Da kannst du hinfahren, musst nirgendswo hinfliegen. Oder auch an der Nordsee hast du schöne Fotos gemacht und dann kannst du die Kleidung, die kannst du dann da reinsetzen. Und das natürlich ein super Kostenausparnis, sehr gut für die Umwelt das Ganze. Und das ist sehr leicht umzusetzen. Also dafür brauchst du nicht mal, du kannst damit, mit Nano Banana, das ist das kleinste Modell, was es gibt. Ich weiß, was es da für die Modelbranche auch schon gibt, dass du quasi in deinem Account, bei deinem Mode-Label, wo immer das auch sein möchte, sollte, kannst du dir dein Avatar hochladen. Das heißt, mit deinem Bild. Und gib es noch mehr, da will ich an deinem Maße ein. Und an dir sehen, virtuell anprobieren und siehst, wie es dir passt, wie der Schnitt ist, ob das Kleid überhaupt schon passt. Weil der klassische Fehler, ich habe Kleidergröße 40, aber bestell es mir in 38, weil ich möchte ja in die 38. Und dann siehst du aber schon hier am KI-Modell, die 38 macht die berühmte Speckrölsche. Lieber, dann kauf es doch in 40. Ich weiß, wovon ich rede. Und das ist ja auch schon eine Weiterentwicklung. Allerdings muss ich halt auch dazu sagen, um nochmal auf das Thema davor zurückzukommen. Gerade mit dem Modell, oder mit dem Model, was dann eben nicht mehr durch die Welt chattet. Das ist ja auch schon eigentlich ein gewählter Beruf. Oder ich bin ja Model oder habe dahin gearbeitet, weil ich das ja so haben möchte, weil ich das ja toll finde. Heute hier, morgen da, übermorgen woanders. Deswegen AI nimmt hier natürlich auch einen Bezug ein, wo sich auch eine alteingesessene Modebranche oder Berufszweig sich auch dahingehend verändern könnte, dass man eben den CO2-Fußabdruck kleiner macht, indem man quasi nicht mehr so ein ganzes Fotoshooting-Team durch die Welt scheidet, sondern wir machen das heute nur noch virtuell. Spannend. Ja, ich glaube schon, dass das noch immer geben wird, wie auch es immer noch Künstler geben wird und auch Filmemacher. Also ich denke nicht, dass wir das komplett verlieren werden, die Künste oder diese Berufe, aber sie werden weniger. Oder anders. Ich will nicht unbedingt sagen weniger, weil gerade Kunst in jeglicher Form von Bild, Musik bis Filmen ist so ein kreatives und breites Spektrum. Da können wir natürlich nur sehr wenig beleuchten in dieser kurzen Zeit, aber es wird sich natürlich schon auch hier verändern, anpassen, wie sich diese Technik auch dahingehend verändern. Was ich noch sagen will, ist, ich fände es besser, wenn hier quasi mehr Vielfalt ist. Weil ich sage mal, momentan gibt es nur sehr wenige Anbieter, oder ich sage jetzt mal, es ist überschaubar, was es an Anbieter gibt, die das momentan anbieten, dass du künstlerisch so agieren kannst. Du bist dann da auch schon ein bisschen abhängig von denen. Ich selber habe es schon mal aufprobiert, ich habe Bilder probiert zu erzeugen über das berühmte Chachi Petit, wo der sagt, das verstört gegen die Richtlinien, weil das und jenes, also es ging um ein zimtes Beispiel. Ich wollte mit KI ein Bild verändern, mit einer lebenden, berühmten Person, dass es quasi so ein bisschen verschmilzt. Mir fällt jetzt gerade kein Star ein. Die KI hat es quasi nicht zugelassen, weil sie natürlich genau aus diesem Grund von Deepfakes Bildverschmelzung nicht zulässt, solange bekannt ist, dass der Mensch die Berühmtheit noch lebt. Wir hatten das ja schon mal auch angesprochen, das berühmte Trump-Bild, wie er hinter Gittern ist. Das wurde ja quasi reguliert. Also das reguliert quasi eine KI, eine Firma. Gleichzeitig könntest du ja aber dadurch auch ein kreativer Künstler sein und damit auch deine Web-Branche voranbringen. Gerade weil es vielleicht auch ein berühmter Künstler ist. Da gibt es halt die künstlerische Freiheit. Wo fängt sie an? Wo hört sie auf? Wann ist es Satire? Wann ist es Beleidigung? Und manche regulieren das mehr und andere regulieren das weniger. Da finde ich, braucht es ein bisschen mehr Abstand, Kreativität, mehr Offenheit. Ich finde es gut, wenn man das schon irgendwie vermischen kann. Aber ich sehe das auch als schmaler Grad von, wann ist es grenzwertig und wann ist es vielleicht auch drüber. Das ist auch nochmal so ein spannender Punkt, wo wir vielleicht auch eine Lösung finden müssen, dass es nicht nur auf gefühlt drei Konzernen oder drei Firmen beschränkt ist oder fünf oder zehn, sondern dass es hier genauso eine künstlerische Vielfalt gibt, wie es es jetzt aktuell auch in der Offline-Version quasi gibt. Ja, auch muss man aufpassen, dass es zum Beispiel in der Filmindustrie könntest du ja auch hingehen und ganze Schauspieler austauschen. Also für den asiatischen Markt ist es dann Star Wars mit asiatischen Schauspielern. Alles das ist schon möglich und das will doch eigentlich keiner haben. Also ich finde das eine ganz grauenvolle Vorstellung, dass man einfach hingeht und für verschiedene Märkte verschiedene Filme produziert. Das nimmt dann vor allen Dingen auch diesen Kultstatus. Also wenn man gerade das Star Wars nimmt, da gibt es ja so viel Merchandising und Kunst und Zitate und Cosplay-Spieler, die das nachspielen. Und dann ist es ja, wenn das für den asiatischen Markt gemacht ist oder für den amerikanischen Markt gemacht ist, die wissen ja gar nicht, wovon sie voneinander sprechen, weil der Amerikaner kennt nicht die asiatische Version und der Asiater kennt nicht die amerikanische Version. Das ist ja, die reden zwar vom selben Film oder machen selbe Cosplay, aber in einer ganz anderen Art und Weise. Ja, also da geht ja dann auch ein bisschen Kult verloren. Was wir auch natürlich haben, ist Schauspieler, die während dem Dreh sterben oder in der Fortsetzung nochmal auftreten und während zwischen den zwei Filmen gestorben sind. Und das sieht mittlerweile auch besser aus, aber da wurden ja auch schon sehr viele Deepfakes benutzt, um halt einen Film weiter zu machen. Das ist dann schon wieder irgendwo grenzwertig. Da weiß ich auch nicht, wenn man es nicht schafft, nachzubesetzen die Rolle. Ja, aber es ist natürlich auch, mir fällt jetzt gerade dafür Fast and the Furist ein, wo der Paul Walker natürlich raus ist. Und der Film war noch nicht zu Ende gedreht, man hat es zum Schluss noch ein bisschen künstlich reingebracht. Da verstehe ich, das kannst du einfach nachbesetzen und ersetzen. Das ist ein bisschen Fan-Service an der Stelle. Ja, das ist Fan-Service, aber ich muss halt auch dazu sagen, das nimmt ja auch ein bisschen die Plausibilität vom Film, denn auf einmal ein anderer Paul Walker da wäre. Aber das beleuchtet auch ein anderes Thema, Patrick, wo wir uns vielleicht auch beim nächsten Mal drüber unterhalten können, und zwar die Sterblichkeit. Dass jemand wie Paul Walker zwar gestorben ist im echten Leben, aber im Film lebt er immer noch weiter. Und das geht ja in die Richtung von dem Transhumanismus. Oh, sehr spannendes Thema, finde ich sehr interessant. Schöner Kliefhänger für das nächste Mal. Also Hut ab, heute hat es mir wieder sehr viel Spaß gemacht, Tobias. War wirklich sehr, sehr spannend. Ich glaube, wir haben auch wirklich eine Bandbreite abgedeckt und aber auch ein bisschen tiefer euch erzählt, wie die Sachen umgesetzt werden, auf was man achten sollte. Und ich hoffe, ihr schaltet auch beim nächsten Mal wieder rein, wenn es heißt. Zukunft ist relativ. Ja, danke schön. Danke euch. Ciao, ciao.