Hey, hey, hey, willkommen zurück bei Zukunft ist relativ, grüßi! Und hier ist der Tobias, hallo! Hi, hi Tobias, oh, ich hab meinen Namen selber vergessen, hier ist der Patrick. Ich sag auch nochmal hallo, schön, dass ihr wieder dabei seid, dass ihr eingeschaltet habt. Tobias, wie geht's dir? Also Patrick, wie es mir geht, bei dem Thema heute, beim Recherchieren, da habe ich auch wirklich gedacht, wow, das wird eine super Folge heute. Was ist denn unser Thema heute? Bevor wir so richtig reingehen, würde ich dich einfach nochmal gerne fragen, ob du heute schon gebetet hast. Ave Maria, nein, wenn ich ehrlich bin, nicht. Wie kommst du drauf? Man könnte jetzt denken, wir sind nur die Theologen gegangen, aber das sind wir auch nicht so ganz. Also die Sache ist eigentlich, ich könnte dich auch fragen, ob du heute schon dein Handy entsperrt hast und auch schon mit einer KI gechattet hast. Aber natürlich, wir sind bei einem KI-Podcast. Natürlich habe ich das gemacht. Ja, dann sage ich mal herzlichen Glückwunsch. Damit hast du laut dem ehemaligen Google-Star, Ingenieur Anthony Lewandowski, gerade eine neue Gottheit gehuldigt. Oh Kacke. Also ganz ehrlich, wenn man das wirklich so sieht, ist das fast wirklich so. Ja, also du hast der künstlichen Intelligenz gehuldigt und nach diesem Ingenieur im Silicon Valley hat er halt wirklich mal eine offizielle Kirche gegründet 2018. The Way of the Future Church. Du verarschst mich. Ohne Scheiße, wirklich. Es gibt Leute, die damit eine Religion gegründet haben. Ja, es geht einfach aus dem einfachen Prinzip heraus und das waren wir auch bei der letzten Folge schon der sozusagen der Überintelligenz, der Superintelligenz und da hat er halt gesagt, wenn wir eine Super-KI haben, die alles weiß, dann ist die ja gottgleich und deswegen können wir die ja mal frühzeitig anfangen zu verehren. Okay, krasse Nummer, muss ich jetzt wirklich sagen. Aber ich verstehe es, wir leben in Zeiten von Inflation, Krieg, kriegerischer Auseinandersetzung, Spaltung der Meinungen, Einschränkung der Meinungsfreiheit wird oft hier auch angebracht. Und wann immer Leute in Krisenzeiten kommen oder Krisen sehen, suchen sie natürlich einen Rettungsanker, suchen die Religion, suchen eine Gottheit, die sie in Anführungszeichen irgendwie erlöst und die Probleme löst und Fragen beantwortet oder ich sag mal Antworten liefert auf Fragen des Lebens, des Seins, des Warums, des allen möglichen. Die Religion hat in der Vergangenheit vielleicht schon viele Fragen beantwortet oder Fragen beantwortet, Ich denke, sie hat versucht, Antworten auf die Fragen zu finden. Einen Leitfaden zu geben, vielleicht in irgendeiner Form. Vielleicht ist es auch wirklich Zeit, das mal in irgendeiner Form zu erneuern, weil eine 2000 Jahre alte Religion in der modernen Welt vielleicht so nicht überlebt, weil von Schafe züchten sind wir, in Anführungszeichen, rein wirtschaftlich gesehen, schon viel, viel weiter. Ja, und wir haben ja auch den Zugriff zu viel mehr Informationen als damals und uns können ja durch die Fakten und die Wissenschaft sozusagen die Antworten, die in der Bibel stehen oder in dem Koran stehen, ja nicht mehr in der heutigen Welt so viel helfen oder so viel mehr geben. Es ist halt so, wann immer Krisenzeiten sind, sucht der Mensch irgendwie nach einer Erlösung oder nach einem Glauben, an was er glauben kann. Und früher waren das natürlich, historisch betrachtet einfach mal, Hüngersnöte und Krankheiten, was wir ja Gott sei Dank größtenteils ausgemetzt haben. Wir haben es sogar eher ins Gegenteil umformuliert, weil mittlerweile mehr Menschen sterben an Fettleibigkeit wie an Hungersnot. Also die Hungersnot ist natürlich nicht ganz verschwunden leider in anderen Welten, aber in der westlichen Welt sterben mittlerweile drei Millionen Menschen an Fettleibigkeit, während der Hungersnot nur noch eine Million sterben. Das ist schon ein krasser Unterschied. Oder auch die Pest hat früher viele dahin gerafft, die spanische Grippe. Auch das, dank Antibiotika, eben alles Gott sei Dank irgendwie durch Technik, Wissenschaft, Wirtschaftlichkeit ausgemetzt. So gut wie. Ja, eingedämmt, auf jeden Fall. Wir hatten jetzt zwar nochmal eine Epidemie, wer weiß, was da die Zukunft noch bringt. Und natürlich immer dann in solchen dunklen Stunden braucht die menschliche Psyche irgendeinen Rettungsanker. Und das ist natürlich der Glaube. Der Glaube, wie er auch immer definiert sein mag oder an was der Mensch glaubt. Aber deine menschliche Psyche braucht diesen Rettungsanker. Du brauchst diese Struktur, um dich selbst im Chaos nicht zu verlieren. Ja, und wenn man jetzt halt diese neue gegründete Kirche sich anschaut, was da drin steht oder was da passiert ist, dann hat die ja schon versucht, auch mit Technologie eine neue Art von Religion zu gründen. Also dort wurde auch zum Beispiel jede Woche ein Gebet veröffentlicht, in einem Reddit-Thread, der dann von einer KI geschrieben wurde. Ja, aber was steht da zum Beispiel drin? Hast du ein Beispiel davon? Ich habe mir nichts eingeschaut dazu, tatsächlich. Aber ich finde einfach, dass es jemanden gibt, der jetzt eine Art von KI-Agent oder eine KI gibt, die dann anfängt, für den Menschen Gebete zu schreiben, nach denen ein Mensch handeln soll oder sich sein Leben ausrichten soll. Das ist schon auch wirklich sehr erschreckend wieder an der Stelle. Und macht auch wieder so ein Ding auf mit, ist diese allgegenwärtige Intelligenz, die wir jetzt haben, schon so eine Art von Gott-Gleichheit, die ja auch antwortet. Weil sie antwortet ihr auch sofort und sie beantwortet ihr auch alle Fragen. Es gibt seltener Fall, wo die KI sagt, nee, da möchte ich jetzt nicht drauf antworten. Oder wo sie ausweicht. Klar, sie weicht ganz klar aus, direkt, wenn du zu Waffentechnik oder sowas fragst. Das ist aber nur, weil wir sie zwingen dazu. Also zu ethischen Fragen weicht sie, oder nicht weicht sie aus, aber zu moralisch-ethischen, verwerflichen Fragen, da weicht sie schon aus, oder da gibt es hier keine Antwort dazu? Da haben wir jetzt auch ein gutes aktuelles Beispiel dazu, und zwar hat das Pentagon eine Ausschreibung gemacht und wollte jetzt einen KI-Anbieter dazu bringen oder sie möchte, also in der Ausschreibung ging es darum, ein Modell zu haben, was ethisch nicht so ganz eingeschränkt ist. Und sie haben angefragt bei Entropic, also Claude und bei OpenAI, also JGPT und die Ingenieure und Verantwortlichen bei Claude haben gesagt, nee, das machen wir nicht. Wir wollen das nicht machen mit unserer KI, wir wollen, dass die ethisch handelt und dass die auch Grundsätze befolgt, die wir ja vorher mitgeben. Ja, und OpenAI hat dann einen Contract, also einen Vertrag unterzeichnet mit dem Pentagon. Give it to me, baby, yeah! Ja, was aber auch da wieder dazu geführt hat, dass halt OpenAI gleich mal zweieinhalb Millionen Benutzer verloren hat. Auf irgendeine Art verständlich oder verständlicherweise, ja, also Aber wer den Krieg quasi fördert oder wer Waffensysteme fördert, bin ich jetzt auch kein Freund davon. Klar kannst du mit Aktien da riesen Gewinne mitfahren, aber ich finde es natürlich werflich, ethisch, moralisch, verwerflich. So rum ist dann richtig, um die Waffenlobby zu unterstützen, damit die noch Waffentechniken herstellen, bin ich nicht so der Freund mit. Es ist ja nicht nur Waffen herstellen. Es ist ja tatsächlich auch, das war, wo wir in der letzten Folge darüber geredet haben, wurde der Krieg ausgelöst von einem Menschen oder hat es ein KI-System sozusagen berechnet, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, diesen Krieg zu starten. Und wenn man sich halt überlegt, dass jetzt der OpenAI im Pentagon drin ist, dann liegt das sehr nahe, dass das in Zukunft doch mehrere Entscheidungen auch auf Grundlage solcher Modelle getroffen werden. Ja, aber wie absurd ist das jetzt mal ganz ehrlich? Wir fragen die KI Die simplisten Fragen Schreib mir eine E-Mail, mach mir den Text besser Das ist ja noch in Ordnung Das ist ja noch, ich sag mal Unterstützend entlasten Wie wir es früher gesagt Oder wie wir es in der Folge davor genannt haben Bevor es zum Entlassen kommt Das finde ich ja gut Aber es geht ja jetzt auch wirklich über Dass Leute ihren Beziehungsstatus In die KI fragen wie hat er das gemeint? Was wollte mir mein Partner damit sagen? Wir fragen die KI, wie können wir die Ziele besser definieren? Welche Angriffen können wir machen? Welche Angriffstechniken müssten wir fahren? Wir fragen die KI wirklich zu allen unseren Lebensbereichen. Zum Beispiel, was denkt Gott von mir? Die tiefsten intimen Geheimnisse. Wir fragen sie nach unserer Gesundheit. Wie kannst du das interpretieren? Was könnte das sein? Das ist ja schon fast, nimmt religiöse Züge an. Definitiv. Wenn du auf alles eine Antwort suchst und sie in Anführungszeichen dort in irgendeiner Form findest, und dann ist das natürlich ganz einfach, wenn ich eine KI dann auch dahingehend moralisch und ethisch entfessele, so wie das das Pentagon jetzt quasi wünscht, verlassen wir den Pfad der Menschlichkeit dann dahingehend, dass es ja algorithmisch gesteuert ist und nicht mehr, ich sag mal, empathisch. Weil wir Menschen sind Empathiewesen und wir sind auf die Resonanz unseres Gegenübers angewiesen. Und wenn wir das quasi nicht mehr haben, dann vereinsamen wir. Und immer mehr Leute vereinsamen oder zumindest in unserer Welt ist es so, dass es ganz viele Singles gibt und die halt natürlich fragen, warum bin ich Single, wünschen sich die Zuneigung, aber scheuen, den menschlichen Konflikt einzugehen oder sich hier nochmal über den Tellerrand hinauszuschauen und zu sagen, ja, ich gehe in den Diskurs, ja, ich stelle mich dieser Aufgabe. Ich finde es so absurd. Ich finde es toll, dass die KI uns hilft und ich finde es toll, dass sie uns unterstützt, aber dass es jetzt quasi unsere neue Religion ist, sie die Lebensweisheit für uns alle Lebensfragen gibt. was macht mein Partner, wie gewinne ich Kriege, wie mache ich einen besseren Abschluss, das ist schon ein bisschen irgendwie beängstigend. Ja, aber es ist halt das einfache Gedankenspiel, was man sich auch mal machen kann, auch mal ganz persönlich, kann jeder von euch zuhören, jetzt auch mal selbst machen. Wir würden jetzt einfach mal hingehen und sagen, du machst jetzt ein Jahr KI-gesteuert. Das heißt, du fragst wirklich alles, wie du sagst, Job, Beziehung, Gesundheit, Finanzen, und die KI ist jetzt in der Lage, auf alles eine Antwort zu haben. Sie steuert dein Leben. Du sagst zu ihr, ich habe einen Freund und der sagt immer ab und der verschiebt immer unsere Termine, wenn wir uns treffen wollen oder der bringt dann irgendwelche Leute mit, das gefällt mir nicht. Wie soll ich damit umgehen? Und dann sagt er, das ist eher eine schlechte Beziehung zu dem Menschen. Der tut dir nicht gut, der bringt sich nicht weiter. Der hat einfach keinen Mehrwert in deinem Leben. trenn doch mal dich von ihm. Und das Gleiche macht er auch im Beruf. Du schilderst so deinen beruflichen Alltag. Ich stehe morgens auf. Wie fühlst du dich? Frägt dann die KI erst mal. Dann sagst du, ja, ich habe ganz gut geschlafen. Dann sagt er, ja, okay, ich korrigiere mal ein bisschen deinen Schlafrhythmus nochmal für die nächste Nacht. Ich gucke auch nochmal in die Schlafdaten. Wir alle tracken ja alles Mögliche heutzutage. Und er hat immer einen guten Tipp, wie du das nochmal verbessern kannst, wie du dich nochmal performance-mäßig nochmal erweitern kannst. Lieblingspläne erstellen für Fitness, Essenspläne fürs Essen. Es wird sich alles durchoptimiert. Du sagst ihm noch so, ja, ich habe mal hier noch ein paar hundert Euro übrig im Monat. Was kann ich denn damit machen? Dann kommt er, ja, das kannst du in der Börse anlegen oder so. Kannst du bei Aktien handeln. Ja, wie mache ich das? Ja, machst du das und das. Ah, okay, gut, so geht das. Was soll ich denn kaufen? Ja, kaufst du mal das und das. Ja, okay, mache ich mal. Und das funktioniert alles. Du hast ja auch so innerhalb von einem Jahr ein gutes Plus in deinem Depot. du käufst die richtigen Aktien, du machst alles richtig, die Karriere entwickelt sich super, du kommst im Geschäft viel besser an, du bist immer gut vorbereitet auf die Meetings, dein Chef ist super stolz auf dich und alles läuft wie ein Schnürchen. Und nach einem Jahr willst du mal ein bisschen so Bilanz ziehen und merkst auf einmal, das hat ja super geklappt. Würdest du jetzt aufhören damit? Das ist eine gute, spannende Frage. würde ich aufhören damit? Um einfach zu sagen, ich möchte lieber wieder Mensch sein. Ich möchte doch auch Fehler machen. Ich möchte selber Entscheidungen treffen. Die Frage ist, ob du halt morgens nach dem Jahr aufwachst und dich leer fühlst, weil du halt gar keine Entscheidung mehr selber triffst. Du sozusagen die negativen Folgen gar nicht mehr spürst, weil alles läuft, alles flutscht, alles super. Das ist in dir selbst oder du selber wächst über dich hinaus, wie man so schön sagt. Aber das ist nicht dein eigener Wachstum, sondern das ist gesteuerter Wachstum. Es gibt so ein schönes Bild, wenn ihr es mal googelt, verlassen der Komfortzone. Du bewegst dich in deinem täglichen Kreis, das möchte ich mal kurz so ein Sidestep machen. Du bewegst dich in deinem täglichen Kreis, da kennst du dich. Du hast deine Routine, du stehst morgens auf, du pusst dir danach die Zähne, gehst ins Bad, dann frühstückst, du fährst zur Arbeit, du machst deine täglichen Aufgaben, fährst nach Hause, hast abends dein Sportprogramm und ich sage mal, das ist alles, was du kennst. Da ist jetzt aber kein Lerneffekt dabei und da ist jetzt keine Weiterentwicklung dabei. Wenn du dich aber stattdessen in einen Abendkurs irgendwo hinsetzt und dich weiterbildest in einem Thema, was dir vorher unbekannt ist oder dir mit einem neuen Thema dich beschäftigst, ist es zuerst mal, ah, okay, da stoße ich an meine Grenzen, das kann ich nicht. Dann fuckst du dich in das Thema ein, du entwickelst dich ein bisschen weiter. Du überwindest, ich sag mal, deine gewisse Angst in irgendeinem Bereich und meisterst das und sagst, oh, am Anfang hätte ich mir das gar nicht zugetraut. Wir nehmen Musikinstrument, ich will jetzt Gitarre spielen, ich hab null Ahnung von Noten lesen. Ach Gott, wie peinlich, wenn mich jemand Gitarre spielen hört. Ich kann nicht die Noten lesen, jetzt fange ich an, ist das schwer am Anfang das zu verstehen, die Notenleiter, die verschiedenen Töne, wo liegen die auf der Gitarre? Und kommst dann aber so langsam, es flutscht, ich übe, ich werde jedes Mal besser, du wirst zwangsläufig besser in dem, was du quasi übst. Und du verlierst mehr oder weniger die Angst. Du kommst in einen Gitarrenkurs und lernst auf einmal neue Leute kennen, die bringen ganz neue Ideen oder neue Impulse in dein Leben, die du vorher so nicht gekannt hast und hast auf einmal, ich sag jetzt mal nach einem halben Jahr, nach einem Jahr, wie du es gerade eben beschrieben hast, was ganz Neues gelernt. Du kannst auf einmal musikalisch daran teilnehmen, du steigst ein in eine Band, du gehst auf einmal abends in Gigs, du lernst was ganz Neues, wo du vielleicht am Anfang des Jahres noch Angst hattest, aber hast deine Angst überwunden und bist selber an dir gewachsen, an der Herausforderung. Hast natürlich auch mal vielleicht bei einem Kick daneben gegriffen, einen falschen Riff gemacht. Vielleicht haben die Leute mal über dich gelacht und das kannst du aber heute dann zurückblicken und sagen, ja, ich bin da gewachsen, ich habe das dazugelernt, ich bin hier weitergekommen. Das ist mein eigenes Wachstum, wo ich dann auch selber stolz auf mich sein kann und zurückblicken kann und sagen, hey, cool, habe ich geschafft. Während das, was du beschrieben hast, wenn mir die KI mein Leben vorschreibt, wenn mir das so optimiert ist, dass ich quasi diesen Routinenfolg wird es natürlich ganz einfach auch wieder mit Hacks, die man reinkommen kann und sagen, so und jetzt spiel ihm mal was anderes noch bei. Und ich sag jetzt mal, wenn du so einen Sidekick kriegst, verblöht jetzt einfach mal, es gab mal die These, weiß nicht, ob das stimmt, dass in China TikTok nur benutzt wird, wo du Mehrwert quasi generiert kriegst. Das heißt, wie kann ich besser rechnen, Kopf rechnen, wie geht die Rechtschreibung schneller und wie auch immer, während alle anderen westlichen Länder quasi eingespielt kriegen, Katzenvideos und Hundevideos und wie sie in den Nachbarn Pakete klauen, ja, und so mag das zwar lustig sein, aber es ist kein Mehrwert für dich und kein Wachstum für dich, sondern es ist einfach nur Belustigung und Zeitraubung und das wäre ja dann schon wieder krank. Ja, aber ich finde jetzt dein Beispiel jetzt gar nicht mal so weit weg von dem, was ich gesagt habe, ja, weil mit der Komfortzone, die musst du ja trotzdem verlassen, aber die KI ist ja dann dein stetiger Begleiter, der dich bejaht, auch Risiken einzugehen, der dir auch gut zuspricht und dir sagt, du wirst das schaffen, du kannst das, du bist gut vorbereitet. Ich habe dir zugehört beim Spielen, das war super, du hast gut gespielt, du kannst das jetzt. Und wenn du halt jetzt deinen Gitarrenlehrer oder deine überhaupt Idee, Gitarre spielen zu lernen, das sozusagen begleitet mit KI ist, dass du ihr sagst, ich würde gerne Gitarre spielen. Wie fange ich an? Was mache ich? Ich habe jetzt hier eine Gitarre stehen, wie geht es los? Und sie dir sagt, jetzt nimmst du dir so in die Hand und dann hältst du mal so die Hand da drauf und sowas. Und sie ist ja dann in dem Sinn dein Lehrer. Du kannst dann audiomäßig auch, sie kann dir zuhören, dann kann sie dir sagen, ja, das hast du jetzt richtig gespielt oder falsch gespielt. Sie ist halt aber nicht, sie ist nicht so kritisierend vielleicht oder nicht für dich so wie ein Mensch, der dich kritisiert, dass du dich angegriffen fühlst, sondern du weißt, das ist eine neutrale, künstliche Figur und Intelligenz, die mich jetzt hat teacht oder mir was beibringen will oder sowas. Und die macht das nur, weil ich das will. Und ich glaube auch, dass das auch wahrscheinlich die Komfortzone verlassen ist, aber mit jemandem, der hinter dir steht und dir den Rücken stärkt. Und nicht mit, ich muss das alles alleine machen. Und da sehe ich dann halt schon wieder diesen Vergleich zu der Religion oder zu dieser Gottheit oder diesem spirituellen auch, wo man sieht, dass halt jemand zweifelt und sich bei etwas ja, spirituellen, überirdischen einen Wegweisung möchte, einen Ratschlag haben möchte, was kann ich jetzt tun? Das verstehe ich auch, aber ich muss dazu sagen, du verlierst so den zwischenmenschlichen Kontakt. Ja, leider treten wir vielleicht, auch ich, jemand anders auf den Schlips. Und das ist ja das Groteske irgendwo in irgendeiner Form. Du bist beleidigt, wenn dir jemand auf den Schlips dreht, aber du bist nicht bereit, mit ihm darüber zu reden, sondern du redest nur über ihn. Du redest eher übereinander anstatt miteinander, meine ich damit. Weil du musst diesen... diesen Schlipstreder aushalten. Du musst da rein, du musst dich dieser Situation stellen, weil sonst vereinsamst du. Wenn ich nur noch Ja sage um mich herum, die mir sagen, ja, das ist gut, wie du es gemacht hast, obwohl es vielleicht gar nicht so gut war in den Augen anderer. Es gibt immer Pro und Contra, für und wieder. Aber du musst dich diesem schon stellen. Und wo Menschen sind, da Menschels, ja. Wir sind ja perfekt. Genau diese Unperfektion macht uns Menschen aus. Wenn du das nur noch in einer perfekten Art und Weise mitgeteilt kriegst, ist alles super, ist alles toll. Es gibt keine Verlierer mehr. Nein, das stimmt nicht. Es gibt auch leider Verlierer. Aber wir sehen das ja auch in der Gesellschaft, dass wir das auch bei den Kindern abschaffen. Bundesjugendspiele ohne Noten, ohne Sieger, Fußballspiele bei Kindern ohne Sieger, Turniere ohne Gewinner, das verweichtigt sich ja alles gerade von selbst. Ja, aber das ist ja, ich nenne es mal Erlösungslehre. Wir alle suchen im Glauben, oder ich sage mal so, alle, die gläubisch sind in irgendeiner Form, suchen. Bei Buddhismus ist es die Erleuchtung, bei den Katholiken ist es das Paradies. Bei den Moslems mag es was anderes sein. Auch das Paradies. Auch das Paradies. Bei den Scientologen ist es, ich habe den Clear-Zustand. Alle suchen nach dieser Erlösungsfrage. Und diesem, ich bin erleuchtet nach der Weisheit. Wenn ich das so machen würde, wie du jetzt sagst, bin ich ja erleuchtet. Ich habe die Perfektion. Ich habe die Gitarre perfekt gelernt. Es kann keiner mehr besser Gitarre spielen wie ich. Das nicht, aber du hast die Gitarre dadurch gelernt, dass dir eine Übermacht oder etwas Übermenschliches hat es dir beigebracht. Das Ganze, so sehe ich das ja eher. Ja, aber ich sage jetzt mal, zurück zur Erlösungslehre nochmal. Das ist ja, wenn das Leben endet. Das wäre jetzt so quasi, das Leben ist schon perfekt auf der Erde, weil der technische Fortschritt das so wahr gemacht hat. Also jetzt brauche ich gar nicht mehr auf das Ende warten, weil jetzt ist die Lösung schon da. jetzt kann ich schon das alles, es ist schon alles perfekt, ich kann perfekt Gitarren spielen, es gibt keinen perfekten Gitarrenspieler mehr wie mich, das zerstört komplett die Psychologie, glaube ich, andersrum, wenn du jetzt deine Gesundheitsdaten und alles da eingibst und alle deine Stoffwechsel, dein Blutanalyse, deine Ernährung, was ist die, berechnet dir den Zeitpunkt deines Todes? Nö, wahrscheinlich würde dir das helfen, vielleicht länger zu leben oder Krankheiten frühzeitig zu erkennen, sodass man darauf reagieren kann. Ich würde nicht sagen, dass er dir den Zeitpunkt des Todes berechnen kann, aber wahrscheinlich könnte er, wenn du jetzt so deinen Lebensumstand und wo du aufgewachsen bist und wo du dein Tag täglichen, wie dein Alltag ist, wenn du das eben sagst, dann wird er dir wahrscheinlich zu einer gewissen Anzahl auf statistischen Daten erhoben sagen, du wirst wahrscheinlich so und so alt. Ja, aber wie paradox ist das? Einerseits, wenn wir das mathematisch mal jetzt weiter durchspielen, sind es Algorithmen. Wir sind biochemische Wesen, die bestehen aus X-Chromosomen. XY-Chromosomen und DNA-Stränge, die quasi auch berechnet werden können. So, jetzt gebe ich noch meine Blutwerte dazu ein, meine Herzwerte, meine Leberwerte, meinen Gesundheitsstil, wie viel Sport ich mache, was ich ernähre. Ja, ganz ehrlich, der berechnet mir den Zeitpunkt meines Todes und so weiter, wahrscheinlich noch haargenau. Oder er sagt dir halt, wie wahrscheinlich ist es, dass du Krankheit XYZ bekommst in deinem Leben? Will ich das wirklich wissen? Ist das nicht das Paradoxe an unserer Psychologie? Ich stelle dir mal vor, du würdest wissen, wann der genaue Zeitpunkt deines Todes wäre. Wenn wir das mal durchspielen. da wird auf einmal alles in Zeit berechnet. Oh, ich habe keine Zeit mehr dafür, ich kann mir das Hobby nicht mehr leisten oder das möchte ich eigentlich loswerden. Du gehst jedem Menschen in Anführungszeichen aus dem Weg, weil du sagst, ich habe keine Zeit dafür oder es ist nur noch der Zeitfaktor, es ist die einzige limitierende Zahl, was ja in der Realität auch wirklich so ist, ganz gut dargestellt in dem Film Time mit Justin Timberlake, wo sie jeder Sekunde in Anführungszeichen nachrennen, um zum Überleben, wie stressig wird es? Es ist, glaube ich, wichtig für uns, dass wir das vergessen, dass wir das verdrängen, dass wir wissen, Ja, wir wissen, dass wir sterben, aber wir wollen eigentlich gar nicht wissen, wann. Ja, weil wir es auch vergessen, wir vergessen die Gefahren, wir trinken trotzdem die Cola, obwohl wir wissen, sie hat was weiß ich, 24 Zuckerwürfel oder Gott weiß wie viel Scheißdreck da drin ist. Und trotzdem schmeckt sie einfach gut und wir genießen für den Moment vielleicht das Leben. Auch hier heute, wir genießen die Zeit zusammen, obwohl wir vielleicht sagen müssen, oh, eigentlich müsste ich noch Sport machen. Oh, vielleicht müsste ich noch was lernen. Es geht nicht um die zeitliche Komponente, sondern es geht um die zwischenmenschliche Zeit, was dabei wichtig ist. Okay. Ich glaube, Zeit ist relativ, genauso wie die Zukunft relativ ist. Deswegen auch der Titel für unseren Podcast. Ich finde es aber auch spannend an der Stelle wieder zu sagen, dass halt die Erkenntnis, wenn wir das alles wüssten, ob uns das halt unmenschlicher machen geht. Also ob wir durch eine digitale allmächtige ob wir dann in eine Sinnkrise fallen würden. Ich finde das Paradoxe wirklich daran, oder es ist mir unbegreiflich. Einerseits wollen wir nicht wissen, oder ich will es definitiv nicht wissen, wann der genaue Zeitpunkt unseres Todes ist. Trotzdem sind manche Menschen in irgendeiner Form ab einem gewissen Alter, ich sage jetzt einfach mal, des Lebens müde. Nicht Lebensmüde in dem Sinne, dass sie sich umbringen wollen, sondern ihr körperlicher und geistischer Zerfall ist so weit, dass sie sagen, es macht jetzt so eigentlich auch keinen Spaß mehr und es macht so jetzt keinen Sinn mehr und ich sehe den Tod quasi mehr als Erlösung. Und trotzdem probieren wir mit allen Mitteln diesen Tod davon zu rennen und er macht uns Angst, auch historisch gesehen, es wird immer als etwas Schlechtes dargestellt, der Tod holt dich oder der Tod soll dich holen. Wir verbringen so viel Zeit damit, die Maschine zu quälen und die Maschine, meine ich den Computer, mit der Entwicklung des Computers und heute die Weiterentwicklung der KI, die Lebensfragen irgendwie zu lösen, indem wir ihr unberechenbare Dinge eigentlich geben. Und das ist so paradox, weil Sokrates war ein toller Dichter, aber wir fragen, dieser wirtschaftliche Fortschritt ist so toll gewesen und wir haben Computer entwickelt und einmal konnte er schneller rechnen. Und jetzt kann er auch anfangen zu denken. Das heißt, ich kann meinen eigenen Verstand, wie wir auch gesagt haben, uploaden in die Cloud und die berechnen dann meine Datenmodelle, wo ich Jahrhunderte oder Jahrtausende dafür gebraucht habe als menschlicher limitierter Faktor. macht der in Minuten, Jahre, Jahrzehnte vielleicht. Wir geben so viel Fragen an diese Maschine wirklich wie eine Religion, um unser Leben zu verlängern und kommen trotzdem an den Punkt, dass wir gar nicht mehr leben wollen. Das kann ich jetzt nicht beurteilen. Ich bin noch nicht in dieser Lebensphase, sage ich jetzt mal drin. Das müsste man jetzt eher die ältere Generation fragen. Aber wie absurd ist es, wir entwickeln Maschinen, um ihnen die Fragen über das Leben zu stellen und ist es nicht genau unser Ding, vielleicht auch rauszufinden, was Leben eigentlich tatsächlich ist oder, weil wir wissen es bis heute noch nicht, wir haben hunderttausend Dinge, Millionen von Jahren überlebt und wir wissen bis heute noch nicht die Frage, wie entsteht eigentlich Leben und was ist vor allen Dingen Leben, ab wann definieren wir es als Leben? Ich finde schon wieder, der Weg ist das Ziel. Also das Leben, das Sinn des Leben ist das Leben. Also das Ganze. Wenn ich das Spiel mal noch weiterspiele, dann mach du. Du kannst gerne weitermachen. Aber du hast da wohl irgendwas auf der Seele, was du uns mitteilen möchtest. Wenn ich das Spiel mal wirklich weiterspiele und wir diese KI so quälen und die Fragen stellen, wie Leben entsteht oder wir kämpfen gegen Krankheiten, Spanische Grippe, Aids, Krebsforschung, Algorithmen berechnen jetzt unsere Chromosomen, unsere DNA. Was ist dann, wenn ich auf einmal ein ganz anderes Fass aufmache? Die KI berechnet uns auch Wurmlöcher. Zeitreisen wird auf einmal möglich. Quantenphysik wird verständlich. Holen wir dann die Toten zurück? Gehen wir zurück in der Zeit und sagen, Großmutter, erzähl mir nochmal schnell, ich verfrag dich hier in die Kryokapsel oder hier ist ein USB-Stick, du babbel mal deinen Mind da drauf, in Anführungszeichen, damit ich dich in der Zukunft wiederholen kann. Wie absurd ist denn das? Also es ist ja, ich finde es schön, dass das Leben hier wo endet. Und das ist ja auch wichtig, weil auch bei den Jahreszeiten, der Baum stirbt, die Blätter fallen runter, der Winter ist da, es wird kalt, alles Alte verhotzelt, sagt man bei uns so schön, verrottet. Und im Frühling kommt was Neues. Man spricht von Frühlingsgefühlen, die neue Generationen wechseln, die Tiere schlüpfen, alles Mögliche. Dieser Zyklus ist des normalen Lebens. Und wenn wir jetzt mit einer Religion anfangen, KI oder Computer, die uns dieses Leben quasi unendlich möglich machen. Aber wir würden die Weltbevölkerung verdoppeln oder am Beispiel Japan, wir haben eine immer ältere Weltbevölkerung oder eine immer ältere Bevölkerung und keine Jungen mehr, weil so viele Junge gar nicht nachkommen, weil sie sich einerseits der Konflikt scheuen und mehr Single sind, wie dass sie aufeinander zugehen. Also das ist doch auch nicht das Erstrebenswerte. Noch steigt die Weltbevölkerung, würde ich sagen. Dieses Szenario ist noch in weiter Ferne. Aber was du beschreibst, ist ja auch das, was Harari, also Yuval Harari, ein israelischer Autor, in seinem Buch beschrieben hat, damals Homo Deus, 2010, denke ich mal, war das, den Dataismus. Also das, wenn wir uns dem Ganzen hingeben, dass die ganze Welt, das ganze Universum sich eigentlich nur, du hast das vorhin auch schon mal so angebracht, aus Daten besteht, aus Algorithmen, wir auch eigentlich nur Algorithmen sind, jetzt zwar in Fleisch und Blut, wir denken aber auch, in uns werden Sachen, also wir verarbeiten Dinge, wir sehen Sachen, wir verarbeiten Dinge. In unserer Chromosion sind ja auch Sachen gespeichert, die Zellteilung und alles. Da sind Informationen drin, wie der Körper funktioniert, also ich muss nicht atmen, aktiv, also ich muss atmen, aber ich Denke nicht atmen. Das macht der Körper von ganz alleine. Also wenn man meditiert zum Beispiel, dann tut man sich ja auch auf seinen Atem fokussieren, weil man das nicht denken muss. Man versucht sozusagen frei zu werden von Gedanken, die einen im Kopf umtreiben und um ein bisschen halt Ruhe reinzubekommen in den Körper. Aufräumen im Kopf, sagt man dazu. Und das ist ja dann schon so, wenn man halt hingeht und sagt, wir sind alles nur Daten, wir sind durch eine Superintelligenz komplett entschlüsselbar und unser Verhalten und unsere Muster und unsere, wie wir agieren, das sind alles nur Programme. Dann sind wir nicht weit davon entfernt von dem, was wir jetzt erschaffen in dem Computer mit der KI. Soll ich das jetzt akzeptieren als meinen neuen Gott oder ist das jetzt meine neue Religion? Wenn du so siehst, dann kann man natürlich bei der KI schon so ein paar Punkte finden, die die KI zur Gottheit erklärt. Das erklärt zum Beispiel jetzt, warum ein KI-Entwickler vielleicht eine Kirche gegründet hat. Also ich meine, die KI kann alle Sprachen der Welt. So war es schon mal. Sogar diese Hürde hat sie genommen. Das hat sie sehr schnell genommen. Also das war eine Religion, die sich quasi auch über die Welt legen kann. Genau. Wie ein Umhang, der sie wärmt. Oder wie eine Weltdiktatur, die dir auf einmal vorsagt, wie du dein Leben optimal gestalten kannst. Im Sinne der Tech-Konzernen. Weil die KI, das haben wir ja auch schon gehabt mit unserem Beispiel, was ist, wenn du sie ein Jahr lang bestimmen lässt, was du machst. Also sie hat auch eine Art von Allwissenheit, die man einem Gott zusteht. Gott ist allwissend. Ich würde sagen, wenn ich die KI irgendwas frage, dann gibt die mir auch eine Antwort. Also die KI ist der Erleuchtete quasi. Der ist schon ziemlich erleuchtet. Der ist quasi schon im Paradies. Oder die ist das Paradies. Dann kann sie halt auch die Zukunft vorhersagen. Also du kannst sie auch zur Zukunft fragen. Also kann sie auch ein Orakel sein. Und Zeitreisen macht sie vielleicht sogar auch möglich. Wenn sie jetzt, also man kennt das ja jetzt schon, dass sie Technologien erfindet, auf die der Mensch nicht gekommen ist. Also kann sie auch weiter Technologien erfinden und weitermachen. Das haben wir auch im letzten Podcast gehabt schon, wo wir gesagt haben, wenn sie eine Maschine baut, die dann eine Maschine baut, die dann eine bessere Maschine baut. Also kann sie sich auch weiter und weiter entwickeln. Und dann haben wir natürlich auch noch so die Sachen immer, wenn wir über Gott oder Religion denken, dann ist da das jüngste Gericht oder die Apokalypse. und davor haben wir auch Angst bei der KI. Ich weiß nicht, ob man uns die Frage beantworten kann, aber das führt mich auch zurück, wir konsumieren das ja. Also das ist ja wirklich der Gott des Konsums, sag ich jetzt einfach mal so gesehen. Wir sind umgeben von Werbetafeln, kauf dies, kauf mich hier, hier billiger, hier Rabatt, hier die Werbung. Das ist oder einspielen, macht euch mal Gedanken oder beobachtet mal wirklich, wenn ihr selber zur Arbeit fahrt oder wenn ihr euch durch die Stadt bewegt, wie oft ihr irgendwelche Werbetafeln seht, an irgendwelchen Hauswändern, an Plakaten, an digitalen Screens, wie viel Werbung kriegst du auf deinem Handy eingeblendet, in deinem Feed, bei Instagram, das ist alles nur noch konsumieren, konsumieren, kauf mich hier, kauf mich da, schließ dieses Abo ab, du brauchst das, um da fancy dabei zu sein. Wirklich der Gott des Konsums. Und jetzt spielt mir das die KI auch noch ein, wie ich mich verbessern kann. Davon müssten wir quasi auch mal Abstand halten, eine Fastenzeit einlegen, von mir aus im Wald spazieren gehen, weil dort ist nämlich der einzige Punkt, oder in der Wüste vielleicht, wo ich weiß, da sind keine Werbetafeln. Keine Kameras. Da brappelt keiner auf mich ein und sagt, kauf mich, kauf dies, kauf das, schließ dieses Abo ab. Also das wäre vielleicht das Einzige, wo ich sage, ist unsere Gesellschaft noch nicht so weit oder die KI. Also Konsum war nie Teil von einer Religion. Es war eher immer Enthaltsamkeit. Also viele Religionen gehen ja dahin, dass man sich eher Sachen entledigt. Wenn man sich überlegt, in einen Schweigekloster zu gehen, dann geht man da nicht hin, um das gute Essen zu konsumieren, man geht da hin, um eher zu reduzieren. Und das haben wir jetzt, das würde ich mal sagen, da schlägt die Religion noch die KI, definitiv, weil so wie du auch sagst, da ist noch viel zu viel hintendran an Geld und Mechanismen, die uns dazu bringen, das mehr zu nutzen, mehr reinzustecken und mehr zu konsumieren. Wahrscheinlich wird es in Zukunft vielleicht dann auch in die Richtung gehen, dass wir das dann wieder reduzieren und gezielter einsetzen. Aber jetzt haben wir, glaube ich, 4 zu 1. Aber ich muss trotzdem sagen, es sind Algorithmen. Und diese Algorithmen gehören irgendwelche Tech-Konzernen. Und die verfolgen damit auch irgendwelche Ziele. Und wenn das jetzt so weit geht, dass du wirklich, ich will nicht mal sagen, dass es eine Religion ist, aber es ist religionsgleich, dass du sie wirklich um alles fragst. Auf jede Frage, die dich in deinem Leben begegnet, anstatt dich vielleicht selber mit der Frage mal auseinanderzusetzen oder ich sag mal altklassisch dafür, ein Buch zu lesen. Weil auch ein Buch ist eine Meinung, ein... Ich würde sagen, es ist eine Zeitgeschichte. Es hat immer etwas sehr Zeitliches, ein Buch. Es wurde geschrieben an einem Punkt. Aber es wurde, da möchte ich noch ein, es wurde geschrieben von einem Menschen, der seine Erfahrungen vielleicht irgendwie gemacht hat oder in seiner, wenn es ein Roman ist, in der Fantasiewelt abgedriftet ist und dir, ich sag mal nochmal auch, es ist trotzdem in irgendeiner Form, wenn es menschlich geschrieben ist, eine zwischenmenschliche Beziehung. Der Autor gibt dir die Möglichkeit, dort einzutauchen und du gehst vielleicht auch etwas auf die Geschichte des Autors ein oder erfährst, was von seiner Geschichte ist. Wenn es eine Biografie ist, wie hat er sich entschieden? Große Stars, was weiß ich. Howard Carpenter hat zum Beispiel gerade seine Biografie veröffentlicht. Wie hieß er? Haber Kerkeling hat den Jakobsweg beschritten. Das sind ja schon auch Erleuchtungen, die du dir selber gibst und wo auch andere profitieren können. Und das ist ja trotz, dass du vielleicht mit den Menschen direkt sprichst, kriegst du trotzdem seinen Einfluss irgendwo mit. Und du kriegst eine andere menschliche Erfahrung beigespielt oder eingespielt, sage ich mal. Das ist nett, dass ich einen Computer frage und der mir einen Algorithmus vorspielt und sagt, so, so machst du es jetzt und so ist es dann und so wird es dann auch besser. Was vielleicht auch in deinem Beispiel vorhin genannt super ist, aber es ist kein zwischenmenschlicher Diskurs. Und dieser zwischenmenschliche Diskurs ist eigentlich wichtig. Ja, aber vielleicht ist er ja gar nicht mehr so wichtig in der Zukunft. Ja, in der Zukunft lasse ich mich dann auch in 3D drucken, weil ich bin nur biochemisches Informationsmaterial. Du bist nur ein Bio-Algorithmus. Genau, und lasse mich aus dem 3D-Drucker drucken, weil es dauert ja nicht mehr lange, bis er uns quasi entschlüsselt hat. Und meinen Mind-Upload habe ich ja gerade eben in diesem Podcast gemacht. Und dann lasse ich ihm die 10 Folgen, 15 Folgen, keine Ahnung, über den Podcast vorspielen. Und tadaa, in 2333 gibt es Patrick Zwei. Wir haben sowas schon mal erlebt. Und zwar war das damals bei Facebook, das Ding mit dem, dass sie Cambridge Analytics damals engagiert haben, Profile ihrer Mitglieder oder ihrer Benutzer anzufertigen. Um natürlich, sind wir wieder beim Konsum, bessere Werbung zu schalten, einen Menschen zu klassifizieren, ist er potenzieller Käufer, was will er kaufen. Und da gab es ja dann auch mal die Kontroverse, dass wir, also Facebook brauchte sieben Likes von dir auf unterschiedlichste Beiträge, um dich dann zu klassifizieren. Und das war, dass dann Facebook dich so gut kannte wie dein Partner in der Beziehung, in der langjährigen Beziehung. Mit dem digitalen Zwilling von dir. Genau. Das war ja damals so, das aufholfen, wo man zum ersten Mal so rauskam, okay, wenn wir unsere Daten teilen, online und firmen, was damit anfangen können, dann machen sie es, was machen sie damit? Ah, sie wollen uns noch mehr Zeug verkaufen, ich melde mich da mal lieber schnell ab. Also, ich, aber ich sag mal nur so, wir geben, wir benutzen Dinge umsonst, dann werden wir das Produkt, das ist auch so ein Spruch, und das war bei Facebook an dem Tag auch so, dass die Welt auf einmal gemerkt hat, die wollen ja gar nicht, dass wir ein Social Network haben, die wollen eine Plattform haben, wo sie ihre Produkte besser bewerben können und dafür brauchen sie eine Social Engineering ihrer Benutzer durch das Social Network und rauszufinden, was möchte der Mensch, was möchte dieser Mensch, um dich genau dahin zu bekommen, wo du willst. Dich so zu manipulieren, dass du die Sachen kaufst. Das ist ja genauso auch heute so. Wenn du dein Feed anguckst, ist vielleicht einer von einem Freund und dann kommen wieder zwei Werbungen Und dann kriegst du nochmal vielleicht einen Freund oder irgendeinen anderen Feed. Ah, hast du schon gelesen, hier gibt es den Artikel zu dem, was du dich letzte Woche für interessiert hast und und und. So funktionieren diese Social Networks heutzutage. Das sind eigentlich sehr un-social-Networks, würde ich sagen. Ich hätte noch ein Ding, was ich auf jeden Fall nochmal mit dir besprechen wollte, wo ich in der Recherche darauf gestoßen bin, was in die Richtung geht, jetzt ist es noch nicht eine Gottheit, es ist noch keine Superintelligenz. Aber was wäre, wenn wir die mal erfinden? Und jetzt hast du vorhin auch schon diese Zeitreise angesprochen und dass die ja dann auch Sachen aus der Vergangenheit sich dann durchliest oder auch die Information aus der Vergangenheit hat. Und da gab es dann mal so einen Reddit-Post, da wurde dann sozusagen das Gedankenspiel Rokos Basilisk vorgestellt. Was ist das? Also Rokos Basilisk wurde so betitelt als ein terroristisches Gedankenexperiment, in dem es darum geht, dass die Theorie besagt, wenn wir Stand heute, und da müsst ihr jetzt wirklich aufpassen, wenn wir Stand heute nicht davon ausgehen würden, dass es irgendwann eine Superintelligenz gibt, die gottgleich ist, und wir das sozusagen jetzt mit einem, ja, das glauben wir nicht, das werden wir niemals erreichen, dann könnte diese Gottheit dann rückwirkend dich auf diese Aussagen bestrafen. Das heißt, wenn du jetzt nicht an eine Gottheit glaubst, die aus einer KI entsteht, dann wirst du irgendwann dafür bestraft werden, wenn wir diesen Punkt erreichen, wo es diese Super-KI gibt. Wo es die Wurmlöcher gibt und der auf einmal Zeitreisen machen kann und dann zurückfragt und sagt, okay, du hast das. Vielleicht nicht das Wurmlöchern, aber tatsächlich halt, dass du dann einen, wenn wir jetzt wieder so Social Credit Systeme hingehen würden, dass du dann negative Credits hast. Hoffentlich bin ich bis dahin tot, dass er mich nett bestrafen kann oder auch zurückholen kann. Aber das hat wirklich krasse Auswirkungen, dass die Leute in Panik verfallen sind und sich auch dann geäußert haben, dass sie nicht mehr schlafen können, ruhig, weil sie jetzt hat, sie möchten ja nicht in Ungnade fallen. Also auch hier wieder sehr religiös, also der Bezug zur Religion, ich möchte keine Sünde begehen vor einem Gott, der mich dann dafür bestrafen kann, weil die Religionen haben ja auch immer, der Gott kann ja auch immer bestrafen. Und hier wäre das halt auch so, die KI ist nicht unser Allheilsbringer, sondern irgendwann wird die die Guten belohnen und die Sünder bestrafen. Okay, sehr strange Dazu will ich nochmal aber auch reingehen Weil ich sag jetzt einfach mal Du teilst Ich weiß nicht, ob das so gut ist So viel private Information Und der Glaube ist eine private Sache Es ist mein Glaube An was ich glaube Mag mal total dahingestellt sein Und mir geht es jetzt nicht um Weltreligionen an sich Ob ich jetzt Buddhismus, Christ, Muslim Oder whatever bin Seinthologe, Hache Krishna, Zeuge Jehovas, es spielt alles keine Rolle, es ist mein Glaube. Denn musst du nicht, du musst ihn akzeptieren, tolerieren, du musst ihn nicht annehmen in meiner Welt. Es ist einfach mein privates Dasein, mein privates Leben, woran ich glaube oder woran ich meine Zeit verbringe. Ich kenne zum Beispiel Menschen, die gläubig sind, aber nicht gläubig in dem Sinne, dass sie jetzt glauben, was die Religion ihnen erzählt mit der Geschichte, sondern sie sagen einfach, diese Religion gibt mir Struktur am Tag. Das heißt, wann soll ich fasten, wann soll ich beten, wann soll ich quasi essen. Diese Religion gibt ihnen Struktur. Was die Geschichte davon erzählt, spielt für sie gar keine Rolle. Es geht ihnen darum, dass sie in ihrem Leben ein Ziel haben, einen Lebensfaden, wo sie sich dranhängen können, um ihren Tag zu gestalten. Und er vergibt ihnen einen Sinn. Es geht ihnen nicht mal um die Geschichte an sich, das mag jetzt der Prophet Mohammed oder Jesus Christus oder wer auch immer gewesen sein. Es geht gar nicht um die Religion an sich, sondern es geht, es gibt meinem Tag Struktur und es gibt meinem Leben einen Sinn. Und das finde ich eher, macht die paschalische Wette nochmal auf. Was ist die paschalische Wette? Ich kann einerseits an Gott nicht glauben oder an ein göttliches Wesen nicht glauben. Und am Tag des jüngsten Gerichts sterbe ich und stelle auf einmal fest, es gibt einen Gott und dann gucke ich zurück und sage, ah, scheiße, es hat ihn doch gegeben. Und ich habe mein Leben quasi nicht danach ausgerichtet. Während, wenn ich an Gott glaube, habe ich jetzt so großartig nichts verloren, in Anführungszeichen. Ich habe vielleicht etwas mehr Zeit darin investiert, in meinen Glauben und stelle am Ende meines Lebens fest, ah, es gibt ihn doch und sage, hi, servus, und habe ich alles richtig gemacht. ist jetzt nur eine theoretische Frage und ich will es auch nicht als als Glaube, mir fällt kein anderes Wort dafür ein, weil Glaube ist immer so religiös und es wird wirklich in Religionen bezeichnet. Mir geht es aber gar nicht um die Religion an sich, sondern es geht an was glaube ich selber, an welche Werte, für welche Werte stehe ich ein, was ist meine Realität, wo ich sage, ja, das ist mir wichtig. Ja, aber dieser paskalische Satz, der ist auch schon Ja, der kommt aus dem 17. Jahrhundert. Ja, das sag ich dir. Der ist schon ziemlich alt. Aber natürlich, dort war die Welt noch eine ganz andere. Wir wollen uns ja auch mit der Vergangenheit ein bisschen beschäftigen und schauen, was wir da aus der Zukunft lernen dafür. Und ich würde auch sagen, dass wir an der Stelle sagen können, dass sich doch viele Menschen auf der Suche befinden nach etwas. Und ich definitiv nicht also ich bin der Meinung, dass das KI auch da eine Rolle spielen wird bei vielen Menschen, dass sie sich da finden werden. Also dass diese Church, von der wir ganz am Anfang gesagt haben, diese Techno-Church, dass das nicht so absurd ist, sondern dass das wahrscheinlich eher eine Realität wird. Also wirklich, wir delegieren unsere Probleme an eine Maschine, wir delegieren unsere Lebensfragen an die Maschine. What the fuck, wirklich, geht raus und macht Liebe. Oder in diesem Zirkel nicht what the fuck, sondern holy shit. Holy shit, genau. Und Millionen von Jahren und trotz KI ist die Frage nicht beantwortet. Was ist Leben? Was ist das Sein? Das werden wir auch nicht so schnell beantworten. Und von daher, trotz technischer Weiterentwicklung ist die Grundsatzfrage, muss jeder für sich selber klären. Und irgendwie bin ich auch froh, dass sie nicht geklärt ist. Es war schön, dass ihr heute wieder mit dabei wart. Ich hoffe, ihr hattet auch Spaß. Tobias, vielen, vielen Dank. Das war eine coole Folge. Das war ein cooles Thema. Für diesen philosophischen Exkurs mit der KI. Ein bisschen weg von der Technik, mehr rein in den Sinn. Ich bin gespannt, was unser Gott das nächste Mal mitbringt. Bis dann. Ciao, ciao. Dankeschön. Ciao, ciao.